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Widerrufsjoker bei Autokrediten, so wird man das eigene Auto wieder los

Autokredite bei Deutschen Banken galten lange als wasserfest. Bis bekannt wurde, dass viele Banken Kunden nicht ordnungsgemäß über das Widerrufsrecht informierten. Das gilt speziell für Verträge, die nach dem 13. Juni 2014 abgeschlossen wurden. Diese können seit dem zu überaus lukrativen Bedingungen und zeitlich unbeschränkt rückabgewickelt werden. Es gab zu dieser Zeit ein riesiges Medienecho, was die Verhandlung eines Prozesses vor dem Landgericht Berlin verfolgte.

Während viele Autobesitzer mit den Verträgen ihrer Bank mehr oder weniger zufrieden sind, entstand mit dem „Dieselskandal“ der Volkswagen AG und den von der Bundesregierung verhängten Fahrverboten für Dieselfahrzeuge bei Fahrern von Dieselfahrzeugen der Wunsch, diese loszuwerden, um nicht von massiven Wertverlusten beim Wiederverkauf betroffen zu sein. Das gilt nicht nur für die betrogenen Käufer der Volkswagen AG, sondern für Besitzer von Dieselfahrzeugen aller Marken. Sie sind wegen verhängter Fahrverbote besonders daran interessiert, ihr Dieselfahrzeug abzustoßen, und stattdessen einen Benziner oder ein Elektro-Fahrzeug zu erwerben.

Wenn Banken Finanzierungsverträgen mit Verbrauchern abschließen, sind sie verpflichtet, ihre Kunden über das Widerrufsrecht zu informieren, welches gesetzlich festgeschrieben ist. Wird der Verbraucher nicht ordnungsgemäß über das gesetzlich verankerte Widerrufsrecht belehrt, erhält er ein zeitlich unbeschränktes Widerrufsrecht, dass er jederzeit ausüben kann. Die Presse tituliert diese besonders verbraucherfreundliche Regelung gerne als „Widerrufsjoker“.

Autokredite und Leasingverträge

Dieser „Widerrufsjoker“ wurde in der medialen Berichterstattung zunächst ausschließlich im Zusammenhang mit Umschuldungen von Immobiliendarlehen erwähnt. Das änderte sich schlagartig mit dem Prozess vor dem Landgericht Berlin über die Autokredite und Leasingverträgen in Bezug auf Dieselfahrzeuge. So gilt, dass wenn eine Bank ihre Kunden falsch belehrt hat, sie ein zeitlich unbeschränktes Widerrufsrecht in Anspruch nehmen können. Alle Verträge, die vor dem 11.06.2010 abgeschlossen wurden, sind betroffen. Besonders interessant aus wirtschaftlicher Sicht sind Verträge, die nach dem 13.06.2014 abgeschlossen wurden.

In einer Berichterstattung der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2017 wird die Möglichkeit eines Autokreditwiderrufs erstmals ausführlich erläutert. Sie erklärt, dass kein Anspruch auf Nutzungswertersatz besteht, wenn der Kunde mit einem Vertrag der Bank nicht korrekt belehrt wurde. Im Widerrufsfall erhalten die Kunden eine hohe Rückzahlung der Bank, indem sie das Fahrzeug ohne besondere Bedingungen zurückgeben.

Besonders interessant ist das Widerrufsrecht natürlich für Fahrer von Fahrzeugen der Volkswagen AG, die vom sogenannten „Abgasskandal“ betroffen sind. Unabhängig davon besteht das Widerrufsrecht, ob es ein „Schummeldiesel“ der Volkswagen AG oder überhaupt ein Dieselfahrzeug ist. Da Dieselfahrer in Großstädten zukünftig mit einem Fahrverbot rechnen müssen, ist die Möglichkeit, von einem Bankvertrag aufgrund des „Widerrufsjoker“ zurücktreten zu können, besonders interessant. Auch bei über Bankverträge finanzierten Benzinern machen diese besonders lukrativen Rückabwicklungskonditionen Sinn, wenn der Kunde nicht ausreichend über die Bedingungen belehrt wurde.

Anlage in kurz- bis mittelfristigen Geldanlagen

Kurzfristige oder mittelfristige Geldanlagen, sogenannte Termingelder, die normalerweise mit dem Begriff Festgeld überschrieben werden, lohnen sich derzeit leider nicht. Die Zinsen für Festgeldanlagen sind im Keller. Die Preissteigerungsrate frist auch diese Zinsen noch auf. Die Situtation ist für den Geldanleger mehr als bescheiden. Hinzu kommt, dass die Anlagewährung eine große Rolle spielt. Hat man zum Beispiel im Jahre 2015 in schweizer Franken Termingelder angelegt, so hatte man das Vergnügen, als der Franken vom Euro entkoppelt wurden einen Renditesprung von 25% zu erleben. Leider findet diese schleichende Entwertung des Euro kontinuierlich fort. Weiter sollten Sie folgende Tipps beachten: häufige Fehler bei der Geldanlage

Häufige Fehler bei der Geldanlage und Kapitalanlage

Laut Informationen der Deutschen Bundesbank nimmt das Vermögen der Deutschen jährlich zu. Der erzählte Vermögenszuwachs trifft jedoch nicht jedem Deutschen gleichermaßen. Es sind vor allem die Anleger im Vorteil die in Produktivkapital, wie Aktien oder Immobilien investiert haben. Die meisten Vermögenszuwächse resultieren aus so genannten Bewertungsgesetzen also steigenden Kursen und die daraus generierten Wertzuwächse der Unternehmen.

Eigentlich kann jeder der Geld angelegt sein Vermögen systematisch vermehren, wenn etwas Selbstkontrolle und Disziplin an den Tag gelegt wird. Folgende Fehler bei der Kapitalanlage werden oft gemacht.

Viele Geldanleger wollen zu schnell zu viel andere wiederum jagen heißen Tipps an der Börse nach ohne diese Tipps jedoch auf die darin enthaltene Substanz zu überprüfen.

Oft wird versäumt das eigene Zutun an den Kapitalmärkten regelmäßig zu überprüfen und zu hinterfragen, offensichtlich herrscht hier die Angst vor, dass man sich eventuell eigene Fehler eingestehen müssen. Den eigene Fehler eingestehen dass möchte niemand gerne tun. Die Folgen dieses fehlerhaften Handelns sind natürlich geringeren Renditen oder eventuell erzeugte Verluste. Wenn Kapitalvermehrung und Kapitalanlage generell eine leichte Disziplin wären, so gelte sicherlich keine anderen Gewerke bzw. Arbeitsplätze mehr. Jeder wäre, wie wir dies in den Jahren 1998-2000 festgestellt haben Börsenspekulanten.

Zehn große Fehler bei der Kapitalanlage:

1. Es wird nur auf die Rendite geschaut

man macht lieber 30 % Gewinn mit einem relativ hohen Risiko als etwa 3 % mit sehr wenig Risiko. Tritt dann der Risikofall ein und das getätigte Investment verliert extrem an Wert. So gerät man in Panik und sehr auf geschieht dies zum falschen Zeitpunkt. Langfristig tritt jedoch nur dann ein Erfolg bei der Kapitalanlage eine, wenn die ein tretenden möglichen Risiken schon im Vorfeld ganz genau abgewogen werden. Die Begrenzung von möglichen Verlusten sollte vor dem kurzfristigen Gewinnstreben bzw. der kurzfristigen Gewinnmaximierung stehen.

2. nur einmal Geld anlegen und dann nicht mehr

vor allem Anfänger in der Kapitalanlage sollen oft ihre gesamten Ersparnisse zusammen und investieren dann in eine einzige Anlage oder einen einzigen fonds. D.h. mit einem einzigen Versuch soll das große Geld gemacht werden, was sie Einwurf und das war’s. Schon auf einer Rummelplatzbude lernen wir, mit mehr versuchen kann auch mehr getroffen werden. Oft reicht schon der falsche Zeitpunkt des Investments oder einfach nur das falsche Investment und die Sache geht fehl.

Dabei gibt es ein ganz super einfaches Kapitalanlagesystem, das darin besteht einfach systematische Kapital bzw. Geldvermögen aufzubauen, es handelt sich dabei um ganz sämtliche Sparpläne, die z.B. bei deutschen Beamten sehr beliebt sind. Dabei kann mit relativ kleinen monatlichen Raten (bei Beamten sind diese natürlich in der Regel etwas größer) im Laufe der Monate und Jahre ganz gute Renditen erzielt werden. Dabei werden mit jeweils festen monatlichen Beträgen bei niedrigen großen mehr Anteile und Aktien gekauft als bei hohen Kursen. So kommt der Geldanleger zu relativ günstigen Einstandspreisen, auf was sich langfristig auf die Rendite positiv auswirkt. Dies wird auch als cost – average effekt bezeichnet.In den vergangenen 10-30 Jahren. Betrachten Sparpläne auf deutsche Aktien wischen 3 % und 9 % jährliche Rendite. Die Renditen von Sparpläne auf Anleihen noch zwischen 3-5 %.

3. Was der Bauer nicht kennt (dass frisst er nicht)

Sparbriefe werden eher gekauft als thesaurierte US Oder eine VW Aktie eher als eine K+S Aktie oder eine deutsche Akte als ein amerikanischer penny stock.

In der Regel bevorzugt der deutsche Kapitalanleger Aktien aus dem eigenen Land. Alles spricht von Globalisierung, dies betrifft jedoch offensichtlich nicht Investment Möglichkeiten in anderen Ländern. Schon aber eine Immobilien Investment, etwa in der Schweiz, wird viel länger und öfter überlegt, als bei einer super überteuerten Immobilie in München. Dies hat im überwiegenden nur Nachteile, zum einen wird sehr viel Rendite quasi durch den Schornstein geblasen zum anderen wird auf eine breite Streuung des Investments verzichtet. Ein international ausgerichtetes Aktiendepot wird in der Regel besser ab schneiden als, ein rein auf deutsche Aktien ausgerichtetes Aktiendepot.

Werden zu konzentrierte Finanzanlagen getätigt, und hat man damit z.B. 50 % seines Kapitals verloren so muss später das gleiche Kapital verdoppelt werden um wieder auf den gleichen Stand zu kommen. Durch eine kluge Risikostreuung können eventuelle Begehrens der und man ist schneller wieder in der Gewinnzone. Eine globale Aufstellung der eigenen Kapitalanlage wirkt auch bei Privatanleger wahre Wunder.

4. Schlampige Vorgehensweise bei der Geldanlage

kaufen sie Wertpapiere, Geldanlagen nicht in Eile und nicht ohne genaue Prüfung. Brechen sie ihr nicht übers Knie. Nicht deshalb weil der Aktienhandel inzwischen internationalen an den Börsen elektronisch abläuft und damit schneller möglich ist, betreute dies auch für den Anlieger das auch er hier schnelle Entscheidungen treffen muss, um Geld zu verdienen. Jeder noch so alte Gebrauchtwagen, wird nicht ohne ausreichende Prüfung und Probefahrt gekauft, Geldanlagen mit hohen Werten werden jedoch oft völlig sorglos getätigt. Geldanlagen mit Beträgen mit mehreren 10.000 € werden jedoch oft völlig bedenkenlos getätigt.

5. immer zu spät kommen

Viele Geldanleger jagen dem optimalen Einstieg ständig hinterher. Sie kaufen wenn die Kurse unten sind und verkaufen wenn sie oben sind. So die Empfehlung von vielen Börsenspezialisten. Wenn das nur immer so leicht wäre. Das Hauptproblem der richtige Zeitpunkt das Hauptproblem der richtige Zeitpunkt. Man ist denn eine deutsche Aktie wirklich billig? In Wirklichkeit kann das niemand so genau sagen. Nicht das so genannte Timing bringt den Anlageerfolg, sondern die richtige Mischung des Investments, auch Asset Allocation genannt. Die Teilnahme an der Investment Marktentwicklung in möglichst breiter Raum entscheidet letztendlich über das Anlagerisiko und somit über eine mögliche Rendite.

6. Investment tätigen und dann liegen lassen

ein solches Rezept hat sich angeblich lange Zeit bewährt. Dies galt vielleicht im zweiten in denen der Privatanleger oft noch auf der Basis von Kassakursen und Anrufen bei seinem Bankberater seine Aktienkäufe tätigen musste und sich die internationale Märkte nicht so schnell bewegen konnten. Oder zu Zeiten an denen denen einfache Bundesanleihen noch ca. 9 % Rendite abwarfen. Anleihen bringen heute nur noch sehr geringe Zinsen also einen Bruchteil von dem was früher üblich war. Die Aktienmärkte bzw. Wertpapiermärkte weltweit schwanken inzwischen sehr viel stärker als früher und große Unternehmen, wie etwa Nokia die innerhalb weniger Monate quasi vom Markt verschwunden sind, waren früher undenkbar. Heutzutage wechseln Verlustbringer und Favoriten ständig. Einfaches zuschauen funktioniert schon lange nicht mehr, sondern kostet Ihr Rendite und bares Geld. Die sonntägliche genüssliche Lektüre der Börsenspalten der Tageszeitung gehört nun endgültig der Vergangenheit an. Ein breit gestreutes Portfolio mit klarer Strukturierung genügt den volatilen Märkten eher.

Eine angemessene Reaktion auf ständige und schnelle Markttendenzen bringt im Zusammenhang mit den vorgenannten Maßnahmen den nachhaltigen Erfolg der Anlagestrategie. Das eigene Aktien Depot gehört ständig hinterfragt und überprüft.

7. blindes Vertrauen in selbst ernannte Experten

viele Geldanleger und Kapitalanleger springen auf unterschiedliche Reize wie z.B. einen Stammkneipemtipp, eine Banner Werbung auf einer Straßenbahn, die Investmentempfehlung des Nachbarn oder auf Gerüchte in einem Börsenforum sehr leicht an. Hier gilt grundsätzlich Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser und schalten Sie Ihr eigenes Gehirn ein. Außerdem haben alle Börsentipps und Anlageempfehlungen ein Haltbarkeitsdatum. Märkte ändern sich, Konkurrenzsituationen ändern sich, staatliche Förderungen für bestimmte Branchen wie in Deutschland in den letzten Jahren die Fotovoltaik Branche sich ebenfalls. Die Welt ist in Bewegung, die Finanzmärkte mit ihr. Passen Sie Ihre Depotstruktur den sich verändernden Gegebenheiten ständig an, bleiben sich wach. Dies sollte jedoch nicht so weit gehen, dass sie in den Bereich des sogenannten Day Tradings kommen.

8. nichts investieren

seit dem Niedergang des neuen Marktes im Jahre 2000 haben sich viele ambitionierte Privatanleger wieder der guten alten Anlage dem Sparbuch zugewandt.

Es wird also überhaupt nicht mehr investiert. Alles was der Börse zu tun hat ist dubios. Aber grundsätzlich gilt und das haben die amerikanischen Anleger schon verstanden, wer nicht säht kann nicht ernten. Vielen Geldanleger ist das Thema Geldanlage einfach zu komplex. Deshalb möchten sie sich gar nicht erst mit derleih Themen beschäftigen. Man lässt das Geld dann lieber bei der Volksbank oder einer x-beliebigen Hausbank von der Inflationsrate stark gebeutelt vor sich hin gammeln. Damit besteht keinerlei Chance auf die Rendite. Es bleibt dann noch die Anlage in null Zins Tagesgeld und Festgeld. Ganz zu schweigen von der Problematik um den Euro generell. Viele Banken bieten natürlich heute bereits Abgleichen entzogen Privatanleger und Geldanleger Möglichkeit sein Vermögen professionell verwalten zu lassen. Hier sollte man jedoch vorsichtig sein, wenn die so genannten Experten bei der Hausbank fest angestellt sind und es sich eigentlich um professionelle Verkäufer von überteuerten Bankprodukten handelt.

9. Planlos durch die Nacht, äh .. durch den Markt

manch einer Geldanleger oder Investor kauft mal hier mal dar, was dem Anleger gerade den Kopf schießt. Belangloses Handeln für selten zum Erfolg. Eine so genannte ausgewogene Aktien Portfoliostruktur kann somit auf keinen Fall erreicht werden. Sinnvoll ist auf jeden Fall, dass man in den Marktsegmenten zumindest etwas Know-how aufgebaut um einigermaßen mitdenken zu können. Natürlich sollte trotzdem das Fachwissen von Profis genutzt werden, aber auch hier ist es nicht einfach einen wirklichen Profi aus der Masse der selbst ernannten Börsengurus heraus zu selektieren. Der Anleger sollte auf keinen Fall davon ausging, dass nur weil ein Finanzexperte bei einer renommierten Bank angestellt ist, dieser auch automatisch in der Lage den Anleger kompetent und neutral zu beraten. Erster Linie sind fest angestellte Bank Experten damit beschäftigt sich zunächst selbst ab zu sichern, notwendige Beratungsbögen unterschreiben zu lassen, ihre eigene Provision zu optimieren und nachrangig vielleicht dem Anleger zu einer ordentlichen Rendite zu verhelfen.

10. Kosten des Investments nicht richtig

es gibt nicht um sonst sehr viele Onlineportale mit so genannten Depotvergleichen, mit denen man die tatsächlichen Kosten eines Aktiendepots bei einen bestimmten Anbieter z.B. der Targo Bank oder cortal consors miteinander vergleichen kann. Oft werden die Kosten von den Anlegern geschützt. Auch Ausgabeaufschläge von Fondsanteile oder Kapitalbeteiligungen können erheblich zu Buche schlagen. Ebenfalls in Betracht ziehen sollte man die zusätzliche Kosten durch einen eventuell durch ständigen Steuerberater, oder Rechtsanwalt, einer notwendigen Rechtsschutzversicherung falls die Sache einmal total schief gehen sollte. Achten Sie deshalb von vornherein auf übersichtliche und günstige Kostenstrukturen, die eigene Transaktionsgebühren und eventuell vorhandene Ausgabeaufschläge.

Was ist ein Indexzertifikat

Index-Zertifikate

Indexzertifikate haben als Basiswert einen Aktienindex, Wertpapier- oder Rohstoffindex. Indexzertifikate bilden die Entwicklung des zugrunde liegenden Index eins zu eins ab.

Sie eignen sich besonders für Privatanleger, die die Anlagestrategie des Index Investing umsetzen möchten. Eine Alternative zu Indexzertifikaten sind Indexfonds, die ebenfalls einen Index abbilden. Indexzertifikate verursachen im Vergleich zu Indexfonds meist geringere Kosten, sind aber mit dem oben erläuterten Emittentenrisiko behaftet. Liegt dem Zertifikat ein Aktienindex zugrunde, ist zu beachten, ob sich das Zertifikat auf einen Performanceindex oder einen Kursindex bezieht. Bei einem Performanceindex werden die Dividendenzahlungen mit einbezogen, bei einem Kursindex hingegen nicht – dieser Unterschied kann im Einzelfall einen Renditeunterschied um mehrere Prozent pro Jahr ausmachen. Die Investition in Performanceindices ist für den Anleger daher in jedem Fall vorteilhafter. Bei Indizes, die nicht in Lokalwährung notieren, besteht zusätzlich ein Währungsrisiko. Dieses kann aber mit so genannten Quanto-Index-Zertifikaten ausgeschlossen werden.

Indexfonds bilden bestimmte Börsenindexe nach

Was sind Indexfonds?

Indexfonds bilden einen bestimmten, repräsentativen Börsenindex (z. B. DAX, Dow Jones Industrial Average) möglichst exakt nachbilden, sind  Investmentfonds. Das funktioniert, indem das Fondsmanagement in Wertpapiere investiert und zwar im gleichen Verhältnis, wie diese jeweiligen Aktien oder Wertpapiere auch im Index enthalten sind. Andere Fonds nutzen Derivate (Swaps), um die Fondsperformance an den Index zu binden.

Der jeweilige Tracking Error zeigt an, wie genau die Nachbildung der zugrunde liegenden Vergleichsgruppe vom jeweiligen Indexfonds erfolgt. Je niedriger der Tracking Error des Indexfonds ist, um so ähnlicher verläuft die Wertentwicklung des Fonds zu der des Referenzindex.

Geschichte der Indexfonds

Indexfonds sind in Deutschland erst mit Inkrafttreten des 3. Finanzmarktförderungsgesetzes im April 1998 möglich, da es vorher durch rechtliche Anlagegrenzen des Gesetzes über Kapitalanlagegesellschaften (inzwischen abgelöst durch Investmentgesetz) nicht erlaubt war, einen Index exakt nachzubilden. Im angelsächsischen Bereich sind Indexfonds sehr verbreitet; in Deutschland spielen sie eine wachsende Rolle und haben in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen.

Es gibt aber auch Indexfonds, die als konventionelle Fonds aufgelegt wurden. Der Großteil der Indexfonds wird in Form von Exchange-traded funds angeboten.

In Deutschland waren Anfang 2010 an der Deutschen Börse 550 Indexfonds registriert. Das Anlagevolumen dieser Indexfonds betrug etwa 120 Milliarden Euro. Weltweit waren im Jahre 2009 annähernd 2000 Indexfonds notiert mit einem Anlagevolumen von 1,03 Billionen US-Dollar zum Ende des Jahres 2009.

Indexfonds Vor- und Nachteile

Im Gegensatz zu Indexfonds versucht in einem aktiv gemanagtem Fonds der Fondsmanager durch eine besondere Titelselektion, die Performance bzw. die Rendite eines Indexes zu übertreffen. Eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Studien belegt jedoch, dass teilweise mehr als 90 % der aktiv gemanagten Fonds ihren Vergleichsindex nicht schlagen können[2] und dass die kleine Gruppe aktiv gemanagter Fonds, die ihren Vergleichsindex in einer Zeitperiode schlagen, sich in ihrer Zusammensetzung ständig ändert und für die nächsten Zeitperiode nicht vorhersagbar ist[3]. Einfach ausgedrückt besagt dies, es gibt keine „exzellent gemanagten” Fonds, welche ihren Vergleichsindex über einen längeren Zeitraum (mehr als 5 Jahre) dauerhaft schlagen können. Diese Resultate stellen die Grundidee aktiv gemanagter Fonds infrage und lassen passive Investments (d. h. Indexfonds) überlegen erscheinen. Verständlicherweise sind diese wissenschaftlichen Resultate nicht unumstritten, besonders aktive Portfoliomanager, Analysten, etc. widersprechen, da die Sinnhaftigkeit ihres Handelns in Zweifel gezogen wird.

Dadurch, dass bei diesen passiv gemanagten Fonds kein aktives Management notwendig ist, sind die Managementgebühren (TER) der Indexfonds im Allgemeinen deutlich niedriger als die von aktiv gemanagten Fonds. Durch diese für den Investor günstigere Kostenstruktur haben Banken oft kein großes Interesse an dem aktiven Vertrieb dieser Produkte. Bei professionellen Investoren und Vermögensverwaltern spielen Indexfonds allerdings eine große Rolle bei der Portfoliozusammenstellung.

Eine in Deutschland sehr beliebte Alternative zu Indexfonds sind Indexzertifikate, die jedoch zusätzlich ein Bonitätsrisiko in Bezug auf den Emittenten beinhalten, da Zertifikate Inhaberschuldverschreibungen sind. Zudem lauten viele Indexzertifikate nicht auf einen Performanceindex, sondern auf einen Kursindex, so dass von den im Index vertretenen Firmen gezahlte Dividenden nicht an die Anleger weitergereicht werden.

Fonds sind immer Sondervermögen

Ein deutscher juristischer Fachausdruck für Investmentfonds ist Sondervermögen. Das Sondervermögen ist das Anlagekapital der Fondsanleger, das – wie der Name sagt – vom Vermögen der Investmentgesellschaft getrennt ist. Dadurch ist jedes Sondervermögen sowohl von den Wertänderungen der anderen Fonds der Investmentgesellschaft als auch vor dem Zugriff der Investmentgesellschaft selbst oder ihrer Gläubiger (auch im Insolvenzfall) geschützt.

Das Investmentgesetz (InvG) unterscheidet zwischen Spezial-Sondervermögen und Publikums-Sondervermögen. Spezial-Sondervermögen sind Sondervermögen, deren Anteile aufgrund schriftlicher Vereinbarungen zwischen institutionellen Anlegern mit der Kapitalanlagegesellschaft gehalten werden. Alle übrigen Sondervermögen sind Publikums-Sondervermögen.

Das Sondervermögen besteht je nach Einzelfall aus Barbeständen, Aktien, Bezugsrechten, Renten, Ansprüchen aus Dividendenzahlungen, Immobilien, Edelmetallen usw. Es wird regelmäßig marktgerecht bewertet.

Der Wert des Sondervermögens entspricht immer der Summe der mit dem aktuellen Rücknahmepreis bewerteten Anteilscheine.

Ein Sonderfall besteht, wenn der Fonds selbst Eigentümer der Kapitalanlagegesellschaft ist, die ihn wiederum verwaltet. Dann haftet der Fonds bei einer Insolvenz der Kapitalanlagegesellschaft mit dem in sie investierten Kapital. Trotz dieses auf den ersten Blick nachteiligen Sachverhalts hat sich in der Praxis gezeigt, dass diese Konstruktion auch erhebliche Vorteile hat: Die Anlagegesellschaft hat keinen Anreiz, die Gebühren zur Erzielung von Gewinnen zu erhöhen, da diese gleich zurück zum Eigentümer fließen würden, also zurück zum Fonds selbst und somit die höheren Gebühren wieder ausgleichen würden.

Die Trennung des Sondervermögens vom Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft, wird unter anderem dadurch sichergestellt, dass die Verwahrung durch eine Depotbank vorgenommen werden muss.

Die Kapitalanlagegesellschaft (KAG) steuert die Anlagepolitik des Sondervermögens, indem sie Käufe und Verkäufe initiiert. Sie hat jedoch keinen unmittelbaren Zugriff auf die Vermögensgegenstände. Ihre Absichten (Kauf- und Verkaufsaufträge) teilt sie der Depotbank des Sondervermögens mit, die dann beispielsweise Guthaben oder Wertpapiere aus dem Sondervermögen herausgibt. Auch die Ausgabe und Rücknahme von Fondsanteilen wird von der Depotbank durchgeführt. Die Depotbank hingegen hat keinen Einfluss auf die Investmententscheidung.

Ein spezieller Fall ist das Altersvorsorge-Sondervermögen („AS-Fonds“).

Investmentfonds sind immer Portfolios aus verschiedenen Vermögensgegenständen (Aktien, Immobilien usw.). (Finanz-)Portfolios müssen aber nicht immer Fonds sein.