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Vorteile und Nachteile thesaurierender Investmentfonds

Haben wir das nicht öfter schon einmal gelesen? Da gibt es in diversen großen Publikationen den Vorschlag demnächst Aktien zu kaufen dann Schlaftabletten zu nehmen und sich dann um die gekauften Tiere nicht mehr zu kümmern. Nach vielen Jahren soll es dann soweit sein und ist reich. Solche Tipps stammen von diversen Börsen Altmeistern und lesen sich ganz für sich flufig.

Bei vielfältigen Lernen sind derlei Ratschläge inzwischen in Vergessenheit geraten Sie haben aber nichts an ihrer Aktualität eingebüßt. Geld Anleger mit einer langfristigen Anlagestrategie wie z.B. auf Investmentfonds setzten, können immer noch einen wahren Geldsegen erleben wenn sie derlei Empfehlungen Folge leisten.

Was sind ideale Geldanlagen?

In Zeiten einer Zinsflaute. Sind z.B. Investmentfonds die ideale Lösung.

Will man sich nicht mit dem spärlichen Zinsen einer Tagesgeldanleihe oder einer Festgeld Anlage begründen, sondern strebt man eine höhere Rendite an, so findet man unter den Investmentfonds die passenden Angebote. Bei den Investmentfonds wird das Geld der Anleger eingesammelt und dann in Zinspapiere oder Aktien investiert, die die jeweiligen Produktmanager als ertragreich eingestuft haben. Der einzelne Privatanleger kann damit nun alle erdenklichen Regionen Branchen oder Länder investieren. Der Wertzuwachs solcher Anlagestrategien sind schauten sich die letzten 20-30 Jahre einen äußerst erfolgreich und sinnlich verlässlich.Was sind ideale Geldanlagen?

Die Anlage in diesen Investmentfonds kann aber unter Umständen großen Papierkrieg verbunden sein. Denn die Abgeltungssteuer, sämtliche Erträge von vorangegangenen zu. Sobald der so genannte Sparer Pauschalbetrag i.H.v. 801 € überschritten wird fallen Abgeltungssteuern Kirchensteuern und sonstige Solidarität Zuschläge an. Bei manchen Investmentfonds ist die Bürokratie hinsichtlich der Steuererklärung jedoch nicht ganz so aufwändig. Bei einem Thesaurierenden den Inlandsfond vor der auch in einem deutschen Depot liegt ist dies z.B. meist der Fall.

Man unterscheidet z.B. auch ausschüttende und nicht ausschüttende Investmentfonds. Bei einem nicht ausschüttende Investmentfonds entwickelt der Zinseszinseffekt eine ganz ordentliche Wirkungen über die Jahre. Erwirtschaftet z.B. ein Fond ca. 8 % im Jahr, so können über eine Laufzeit von 20 Jahren bei einer Anlagesumem von 50.000 € stattliche 250.000 € zusammen. Wenn die depotführenden Bank die komplette Abrechnung gegenüber dem Finanzamt erledigt so profitiert der Anleger doppelt. Als Alternative kann es sich lohnen mit sogenannten Indexfonds ein Vermögen aufzubauen.

Bei diesen so genannten Indexfonds Welt kein Manager die Wertpapier, sondern diese Indexfonds bilden den Marktindex ab. Dies kann z.B. der Weltindex MSCI-World oder der Dax sein. Auch hier gilt gegenüber dem Finanzamt das bei einem thesaurierenden Indexfond der auch noch in einem deutschen Depot gelagert wird die Depotbank die Abrechnung gegenüber dem Finanzamt übernimmt. Bei den so genannten Auslandsfonds ist jedoch Vorsicht geboten.

Bei einem Auslandsfonds, dies können Sie z.B. an der Identifikationsnummer ISIN erkennen, die dann nicht mit DE beginnt, gibt es meist bürokratischen Ärger. Meist sind ausländische Fondsgesellschaften nicht dazu verpflichtet, die laufenden Erträge an das deutsche Finanzamt zu liefern. Dies muss der Anleger selbst übernehmen. Werden diese Anteile später dann auch verkauft, so kann es hinsichtlich der erzielten Gewinne oder Verluste zu einer Doppelbesteuerung kommen. Eventuell zu viel gezahlte Steuern müssen dann über die Steuererklärung zurückgeholt werden. Viel Spaß!

Indexfonds bilden bestimmte Börsenindexe nach

Was sind Indexfonds?

Indexfonds bilden einen bestimmten, repräsentativen Börsenindex (z. B. DAX, Dow Jones Industrial Average) möglichst exakt nachbilden, sind  Investmentfonds. Das funktioniert, indem das Fondsmanagement in Wertpapiere investiert und zwar im gleichen Verhältnis, wie diese jeweiligen Aktien oder Wertpapiere auch im Index enthalten sind. Andere Fonds nutzen Derivate (Swaps), um die Fondsperformance an den Index zu binden.

Der jeweilige Tracking Error zeigt an, wie genau die Nachbildung der zugrunde liegenden Vergleichsgruppe vom jeweiligen Indexfonds erfolgt. Je niedriger der Tracking Error des Indexfonds ist, um so ähnlicher verläuft die Wertentwicklung des Fonds zu der des Referenzindex.

Geschichte der Indexfonds

Indexfonds sind in Deutschland erst mit Inkrafttreten des 3. Finanzmarktförderungsgesetzes im April 1998 möglich, da es vorher durch rechtliche Anlagegrenzen des Gesetzes über Kapitalanlagegesellschaften (inzwischen abgelöst durch Investmentgesetz) nicht erlaubt war, einen Index exakt nachzubilden. Im angelsächsischen Bereich sind Indexfonds sehr verbreitet; in Deutschland spielen sie eine wachsende Rolle und haben in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen.

Es gibt aber auch Indexfonds, die als konventionelle Fonds aufgelegt wurden. Der Großteil der Indexfonds wird in Form von Exchange-traded funds angeboten.

In Deutschland waren Anfang 2010 an der Deutschen Börse 550 Indexfonds registriert. Das Anlagevolumen dieser Indexfonds betrug etwa 120 Milliarden Euro. Weltweit waren im Jahre 2009 annähernd 2000 Indexfonds notiert mit einem Anlagevolumen von 1,03 Billionen US-Dollar zum Ende des Jahres 2009.

Indexfonds Vor- und Nachteile

Im Gegensatz zu Indexfonds versucht in einem aktiv gemanagtem Fonds der Fondsmanager durch eine besondere Titelselektion, die Performance bzw. die Rendite eines Indexes zu übertreffen. Eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Studien belegt jedoch, dass teilweise mehr als 90 % der aktiv gemanagten Fonds ihren Vergleichsindex nicht schlagen können[2] und dass die kleine Gruppe aktiv gemanagter Fonds, die ihren Vergleichsindex in einer Zeitperiode schlagen, sich in ihrer Zusammensetzung ständig ändert und für die nächsten Zeitperiode nicht vorhersagbar ist[3]. Einfach ausgedrückt besagt dies, es gibt keine „exzellent gemanagten” Fonds, welche ihren Vergleichsindex über einen längeren Zeitraum (mehr als 5 Jahre) dauerhaft schlagen können. Diese Resultate stellen die Grundidee aktiv gemanagter Fonds infrage und lassen passive Investments (d. h. Indexfonds) überlegen erscheinen. Verständlicherweise sind diese wissenschaftlichen Resultate nicht unumstritten, besonders aktive Portfoliomanager, Analysten, etc. widersprechen, da die Sinnhaftigkeit ihres Handelns in Zweifel gezogen wird.

Dadurch, dass bei diesen passiv gemanagten Fonds kein aktives Management notwendig ist, sind die Managementgebühren (TER) der Indexfonds im Allgemeinen deutlich niedriger als die von aktiv gemanagten Fonds. Durch diese für den Investor günstigere Kostenstruktur haben Banken oft kein großes Interesse an dem aktiven Vertrieb dieser Produkte. Bei professionellen Investoren und Vermögensverwaltern spielen Indexfonds allerdings eine große Rolle bei der Portfoliozusammenstellung.

Eine in Deutschland sehr beliebte Alternative zu Indexfonds sind Indexzertifikate, die jedoch zusätzlich ein Bonitätsrisiko in Bezug auf den Emittenten beinhalten, da Zertifikate Inhaberschuldverschreibungen sind. Zudem lauten viele Indexzertifikate nicht auf einen Performanceindex, sondern auf einen Kursindex, so dass von den im Index vertretenen Firmen gezahlte Dividenden nicht an die Anleger weitergereicht werden.