Archiv der Kategorie: Fondsbeteiligungen

Geschlossene Schiffsfonds – lassen Sie sich von Hochglanzprospekten nicht täuschen

Anlegerschutzanwälte und die Rechtsschutz Versicherungen geprellter Fondsanleger können ein Lied davon singen, die Verluste deutsche Anleger in Schiffsfonds sind gewaltig. Bereits Ende 2014 vermeldete Focus Money online, dass bereits 10 Milliarden € in ca. 450 Schiffsfonds versenkt worden waren. Dies hat sich in den letzten Jahren nicht groß verbessert.

Es haben sich richtige Produkitonsketten für Schiffsbeteiligungsfonds gebildet. Angefangen von Hochglanzbeteiligungsprospekten mit ausgefeilten Inhalten, falls mal etwas schief geht, die über große Fondsvertriebsketten an den Anleger begracht werden und auch mit Hilfe angeblich seriöser Bankberater (immer mal 5% Agio, als Provision drin), über die Gründung der Beteiligungsfirmen mit darauf spezialisierten Rechtsanwälten.

Der kurze erfolglose Betrieb dieser Firmen, bis hin zur Insolvenz derselben. Weiter folgt eine Heer von Rechtsanwälten, die die geprellten Anleger vertreten und mit immer gleichen Textbausteinen schnell und kostengünstig Klageschriften erzeugen, die dann bei Gericht eingereicht werden. Auf der Strecke bleibt dabei das Geld der Schiffsfondsanleger, die getäuscht von Hochglanzprospekten und windigen Beratern ihr Geld verloren haben und nochmals darauf noch Przesskosten und Anwaltsgebühren bezahlen müssen. Oft folgt dann noch, in schönen Briefumschlägen verpackt, die Aufforderung des Insolvenzverwalters des Schiffsfonds zur Nachschußpflicht bzw. Rückzahllungspflichten des Schiffsfondsbeteilgten.

Durch den Beitritt eines Anlegers in einen geschlossenen Fonds, wird dieser zum Unternehmer. Das bedeutet er hat sämtliche Chancen eines Unternehmers, aber auch sämtliche Risiken eines Unternehmers. Was bei der Ausgestaltung dieser Geldanlageform zum Zwecke der Steueroptimierung oft dazu geführt hat, dass Ausschüttungen des Fonds an den Fondsbeteiligten getätigt werden. Ist zum Beispiel ein geschlossender Immobilienfond als Kommanditgesellschaft KG ausgestaltet, der Anleger ist in der Regel Kommanditist der KG, das bedeutet seine Haftung bleibt auf die Höhe seiner Einlage hin beschränkt. Läuft es jedoch mit der Gesellschaft also dem Fonds nicht gut, so kann es zu einer Nachschußpflicht der Fondsbeteiligten kommen, zum Beispiel weil Kapitalunterdeckung eingetreten ist. Sind bereits Rückzahlungen an die Gesellschafter, aus welchen Gründen auch immer erfolgt, so hat die Gesellschaft Anspruch auf Rückgewähr derselben. Schlagwort Wiederaufleben der Haftung.

Diese von einer Gesellschaft oder deren Insolvenzverwalter geforderten Nachschußpflichten trifft den Anleger dann immer besonders hart, wenn er bereits davon ausgehen kann, dass die Beteiligung nichts mehr wert ist oder bereits in Insolvenz.

Der Gang zum Anwalt bringt in diesem Fall nicht viel, ausser zusätzliche Kosten und auch die regelmäßige Anfechtung der eigenen Beteiligung wegen arglistiger Täuschung wirkt nicht rückwirkend, so dass in der Regel entstandene Nachschußpflichten zu erfüllen sind. Ist die Gesellschaft insolvent, so sollten die betroffenen Anleger schöne Briefe im dem Insolvenzverwalter austauschen, auf Zeit spielen, denn Insolvenzverwalter haben ordentlich Arbeit und sich irgend wann mit demselben am besten vergleichen.

Vorteile und Nachteile thesaurierender Investmentfonds

Haben wir das nicht öfter schon einmal gelesen? Da gibt es in diversen großen Publikationen den Vorschlag demnächst Aktien zu kaufen dann Schlaftabletten zu nehmen und sich dann um die gekauften Tiere nicht mehr zu kümmern. Nach vielen Jahren soll es dann soweit sein und ist reich. Solche Tipps stammen von diversen Börsen Altmeistern und lesen sich ganz für sich flufig.

Bei vielfältigen Lernen sind derlei Ratschläge inzwischen in Vergessenheit geraten Sie haben aber nichts an ihrer Aktualität eingebüßt. Geld Anleger mit einer langfristigen Anlagestrategie wie z.B. auf Investmentfonds setzten, können immer noch einen wahren Geldsegen erleben wenn sie derlei Empfehlungen Folge leisten.

Was sind ideale Geldanlagen?

In Zeiten einer Zinsflaute. Sind z.B. Investmentfonds die ideale Lösung.

Will man sich nicht mit dem spärlichen Zinsen einer Tagesgeldanleihe oder einer Festgeld Anlage begründen, sondern strebt man eine höhere Rendite an, so findet man unter den Investmentfonds die passenden Angebote. Bei den Investmentfonds wird das Geld der Anleger eingesammelt und dann in Zinspapiere oder Aktien investiert, die die jeweiligen Produktmanager als ertragreich eingestuft haben. Der einzelne Privatanleger kann damit nun alle erdenklichen Regionen Branchen oder Länder investieren. Der Wertzuwachs solcher Anlagestrategien sind schauten sich die letzten 20-30 Jahre einen äußerst erfolgreich und sinnlich verlässlich.Was sind ideale Geldanlagen?

Die Anlage in diesen Investmentfonds kann aber unter Umständen großen Papierkrieg verbunden sein. Denn die Abgeltungssteuer, sämtliche Erträge von vorangegangenen zu. Sobald der so genannte Sparer Pauschalbetrag i.H.v. 801 € überschritten wird fallen Abgeltungssteuern Kirchensteuern und sonstige Solidarität Zuschläge an. Bei manchen Investmentfonds ist die Bürokratie hinsichtlich der Steuererklärung jedoch nicht ganz so aufwändig. Bei einem Thesaurierenden den Inlandsfond vor der auch in einem deutschen Depot liegt ist dies z.B. meist der Fall.

Man unterscheidet z.B. auch ausschüttende und nicht ausschüttende Investmentfonds. Bei einem nicht ausschüttende Investmentfonds entwickelt der Zinseszinseffekt eine ganz ordentliche Wirkungen über die Jahre. Erwirtschaftet z.B. ein Fond ca. 8 % im Jahr, so können über eine Laufzeit von 20 Jahren bei einer Anlagesumem von 50.000 € stattliche 250.000 € zusammen. Wenn die depotführenden Bank die komplette Abrechnung gegenüber dem Finanzamt erledigt so profitiert der Anleger doppelt. Als Alternative kann es sich lohnen mit sogenannten Indexfonds ein Vermögen aufzubauen.

Bei diesen so genannten Indexfonds Welt kein Manager die Wertpapier, sondern diese Indexfonds bilden den Marktindex ab. Dies kann z.B. der Weltindex MSCI-World oder der Dax sein. Auch hier gilt gegenüber dem Finanzamt das bei einem thesaurierenden Indexfond der auch noch in einem deutschen Depot gelagert wird die Depotbank die Abrechnung gegenüber dem Finanzamt übernimmt. Bei den so genannten Auslandsfonds ist jedoch Vorsicht geboten.

Bei einem Auslandsfonds, dies können Sie z.B. an der Identifikationsnummer ISIN erkennen, die dann nicht mit DE beginnt, gibt es meist bürokratischen Ärger. Meist sind ausländische Fondsgesellschaften nicht dazu verpflichtet, die laufenden Erträge an das deutsche Finanzamt zu liefern. Dies muss der Anleger selbst übernehmen. Werden diese Anteile später dann auch verkauft, so kann es hinsichtlich der erzielten Gewinne oder Verluste zu einer Doppelbesteuerung kommen. Eventuell zu viel gezahlte Steuern müssen dann über die Steuererklärung zurückgeholt werden. Viel Spaß!

Was ist ein Indexzertifikat

Index-Zertifikate

Indexzertifikate haben als Basiswert einen Aktienindex, Wertpapier- oder Rohstoffindex. Indexzertifikate bilden die Entwicklung des zugrunde liegenden Index eins zu eins ab.

Sie eignen sich besonders für Privatanleger, die die Anlagestrategie des Index Investing umsetzen möchten. Eine Alternative zu Indexzertifikaten sind Indexfonds, die ebenfalls einen Index abbilden. Indexzertifikate verursachen im Vergleich zu Indexfonds meist geringere Kosten, sind aber mit dem oben erläuterten Emittentenrisiko behaftet. Liegt dem Zertifikat ein Aktienindex zugrunde, ist zu beachten, ob sich das Zertifikat auf einen Performanceindex oder einen Kursindex bezieht. Bei einem Performanceindex werden die Dividendenzahlungen mit einbezogen, bei einem Kursindex hingegen nicht – dieser Unterschied kann im Einzelfall einen Renditeunterschied um mehrere Prozent pro Jahr ausmachen. Die Investition in Performanceindices ist für den Anleger daher in jedem Fall vorteilhafter. Bei Indizes, die nicht in Lokalwährung notieren, besteht zusätzlich ein Währungsrisiko. Dieses kann aber mit so genannten Quanto-Index-Zertifikaten ausgeschlossen werden.

Indexfonds bilden bestimmte Börsenindexe nach

Was sind Indexfonds?

Indexfonds bilden einen bestimmten, repräsentativen Börsenindex (z. B. DAX, Dow Jones Industrial Average) möglichst exakt nachbilden, sind  Investmentfonds. Das funktioniert, indem das Fondsmanagement in Wertpapiere investiert und zwar im gleichen Verhältnis, wie diese jeweiligen Aktien oder Wertpapiere auch im Index enthalten sind. Andere Fonds nutzen Derivate (Swaps), um die Fondsperformance an den Index zu binden.

Der jeweilige Tracking Error zeigt an, wie genau die Nachbildung der zugrunde liegenden Vergleichsgruppe vom jeweiligen Indexfonds erfolgt. Je niedriger der Tracking Error des Indexfonds ist, um so ähnlicher verläuft die Wertentwicklung des Fonds zu der des Referenzindex.

Geschichte der Indexfonds

Indexfonds sind in Deutschland erst mit Inkrafttreten des 3. Finanzmarktförderungsgesetzes im April 1998 möglich, da es vorher durch rechtliche Anlagegrenzen des Gesetzes über Kapitalanlagegesellschaften (inzwischen abgelöst durch Investmentgesetz) nicht erlaubt war, einen Index exakt nachzubilden. Im angelsächsischen Bereich sind Indexfonds sehr verbreitet; in Deutschland spielen sie eine wachsende Rolle und haben in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen.

Es gibt aber auch Indexfonds, die als konventionelle Fonds aufgelegt wurden. Der Großteil der Indexfonds wird in Form von Exchange-traded funds angeboten.

In Deutschland waren Anfang 2010 an der Deutschen Börse 550 Indexfonds registriert. Das Anlagevolumen dieser Indexfonds betrug etwa 120 Milliarden Euro. Weltweit waren im Jahre 2009 annähernd 2000 Indexfonds notiert mit einem Anlagevolumen von 1,03 Billionen US-Dollar zum Ende des Jahres 2009.

Indexfonds Vor- und Nachteile

Im Gegensatz zu Indexfonds versucht in einem aktiv gemanagtem Fonds der Fondsmanager durch eine besondere Titelselektion, die Performance bzw. die Rendite eines Indexes zu übertreffen. Eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Studien belegt jedoch, dass teilweise mehr als 90 % der aktiv gemanagten Fonds ihren Vergleichsindex nicht schlagen können[2] und dass die kleine Gruppe aktiv gemanagter Fonds, die ihren Vergleichsindex in einer Zeitperiode schlagen, sich in ihrer Zusammensetzung ständig ändert und für die nächsten Zeitperiode nicht vorhersagbar ist[3]. Einfach ausgedrückt besagt dies, es gibt keine „exzellent gemanagten” Fonds, welche ihren Vergleichsindex über einen längeren Zeitraum (mehr als 5 Jahre) dauerhaft schlagen können. Diese Resultate stellen die Grundidee aktiv gemanagter Fonds infrage und lassen passive Investments (d. h. Indexfonds) überlegen erscheinen. Verständlicherweise sind diese wissenschaftlichen Resultate nicht unumstritten, besonders aktive Portfoliomanager, Analysten, etc. widersprechen, da die Sinnhaftigkeit ihres Handelns in Zweifel gezogen wird.

Dadurch, dass bei diesen passiv gemanagten Fonds kein aktives Management notwendig ist, sind die Managementgebühren (TER) der Indexfonds im Allgemeinen deutlich niedriger als die von aktiv gemanagten Fonds. Durch diese für den Investor günstigere Kostenstruktur haben Banken oft kein großes Interesse an dem aktiven Vertrieb dieser Produkte. Bei professionellen Investoren und Vermögensverwaltern spielen Indexfonds allerdings eine große Rolle bei der Portfoliozusammenstellung.

Eine in Deutschland sehr beliebte Alternative zu Indexfonds sind Indexzertifikate, die jedoch zusätzlich ein Bonitätsrisiko in Bezug auf den Emittenten beinhalten, da Zertifikate Inhaberschuldverschreibungen sind. Zudem lauten viele Indexzertifikate nicht auf einen Performanceindex, sondern auf einen Kursindex, so dass von den im Index vertretenen Firmen gezahlte Dividenden nicht an die Anleger weitergereicht werden.

Fonds sind immer Sondervermögen

Ein deutscher juristischer Fachausdruck für Investmentfonds ist Sondervermögen. Das Sondervermögen ist das Anlagekapital der Fondsanleger, das – wie der Name sagt – vom Vermögen der Investmentgesellschaft getrennt ist. Dadurch ist jedes Sondervermögen sowohl von den Wertänderungen der anderen Fonds der Investmentgesellschaft als auch vor dem Zugriff der Investmentgesellschaft selbst oder ihrer Gläubiger (auch im Insolvenzfall) geschützt.

Das Investmentgesetz (InvG) unterscheidet zwischen Spezial-Sondervermögen und Publikums-Sondervermögen. Spezial-Sondervermögen sind Sondervermögen, deren Anteile aufgrund schriftlicher Vereinbarungen zwischen institutionellen Anlegern mit der Kapitalanlagegesellschaft gehalten werden. Alle übrigen Sondervermögen sind Publikums-Sondervermögen.

Das Sondervermögen besteht je nach Einzelfall aus Barbeständen, Aktien, Bezugsrechten, Renten, Ansprüchen aus Dividendenzahlungen, Immobilien, Edelmetallen usw. Es wird regelmäßig marktgerecht bewertet.

Der Wert des Sondervermögens entspricht immer der Summe der mit dem aktuellen Rücknahmepreis bewerteten Anteilscheine.

Ein Sonderfall besteht, wenn der Fonds selbst Eigentümer der Kapitalanlagegesellschaft ist, die ihn wiederum verwaltet. Dann haftet der Fonds bei einer Insolvenz der Kapitalanlagegesellschaft mit dem in sie investierten Kapital. Trotz dieses auf den ersten Blick nachteiligen Sachverhalts hat sich in der Praxis gezeigt, dass diese Konstruktion auch erhebliche Vorteile hat: Die Anlagegesellschaft hat keinen Anreiz, die Gebühren zur Erzielung von Gewinnen zu erhöhen, da diese gleich zurück zum Eigentümer fließen würden, also zurück zum Fonds selbst und somit die höheren Gebühren wieder ausgleichen würden.

Die Trennung des Sondervermögens vom Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft, wird unter anderem dadurch sichergestellt, dass die Verwahrung durch eine Depotbank vorgenommen werden muss.

Die Kapitalanlagegesellschaft (KAG) steuert die Anlagepolitik des Sondervermögens, indem sie Käufe und Verkäufe initiiert. Sie hat jedoch keinen unmittelbaren Zugriff auf die Vermögensgegenstände. Ihre Absichten (Kauf- und Verkaufsaufträge) teilt sie der Depotbank des Sondervermögens mit, die dann beispielsweise Guthaben oder Wertpapiere aus dem Sondervermögen herausgibt. Auch die Ausgabe und Rücknahme von Fondsanteilen wird von der Depotbank durchgeführt. Die Depotbank hingegen hat keinen Einfluss auf die Investmententscheidung.

Ein spezieller Fall ist das Altersvorsorge-Sondervermögen („AS-Fonds“).

Investmentfonds sind immer Portfolios aus verschiedenen Vermögensgegenständen (Aktien, Immobilien usw.). (Finanz-)Portfolios müssen aber nicht immer Fonds sein.

Immobilienfonds

Ein Immobilienfonds bündelt in der Regel Kapital von mehreren Anlegern bzw. Investoren und investiert diese in Immobilien. Er kann dazu unter verschiedenen Gesellschaftsformen firmieren.  Demnach gibt es auch mehrere rechtliche und auch wirtschaftliche Konstrukte, die man als Immobilienfond bezeichnet.

Welche Immobiliefonds gibt es?

  • offener Immobilienfonds
  • geschlossener Immobilienfonds
  • REIT Real-Estate-Investment-Trust

Was ist ein offener Immobiliefonds?

Bei einem offenen Immobilienfonds kann grundsätzlich immer Kapital eingezahlt und ausgezahlt werden. Der offene Immobilienfonds investiert in der Regel in eine größere Zahl von Immobilien bzw. Immobilienobjekten und hat eine größere Zahl von Immobilienfondsanteilseignern. Die offenen Immobiliefonds werden in zwei Gruppen eingeteilt, die Immobilien-Publikumsfonds und die Immobilien-Spezialfonds. Publikumsfonds sind für Privatanleger konzipiert wohingegen sich Immobilienspezialfonds mehr an institutionelle Investoren richten.

Bei einem offenen Immobiliefond handelt es sich um ein abgrenzbares Sondervermögen bzw. um eine abgrenzbare Kapitalansammlung das vorwiegend oder ausschliesslich aus Immobilien besteht.